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Investitionen planen

Eine Druckereiplanung oder Anlagenmodernisierung sollte man sorgfältig planen und realisieren. Langjährige Erfahrungen und aktuelles Know-how gepart mit solidem Projektmanagement sind die Grundpfeiler für erfolgreiche Projekte, die wir mit unserem Team weltweit umsetzen können.

Richtig Planen

 

Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Investitionsvorhaben ist eine strategische Planung. Kommt es hier zu Fehlern, kann dies langfristige Probleme bedeuten, deren Korrektur mühsam und teuer wird. Im schlechtesten Fall ist eine spätere Korrektur gar nicht möglich, so dass das Projekt für das Unternehmen existenzbedrohend werden kann. Um hier gerüstet zu sein, ist es wichtig, nicht nur die eigenen Titel und Märkte zu berücksichtigen, sondern auch nach vorn zu blicken und realistische Zukunftsszenarien zu entwerfen und durchzuspielen. Die Beteiligung des gesamten Unternehmens von der Redaktion über die Anzeigenabteilung bis hin zu Vertrieb und Zustellungsapparat ist bei der Produktionsplanung unabdingbar.

Richtig Auswählen

 

Nach der Definition des geeigneten Maschinenparks folgt eine Ausschreibung mit Lasten- und nachfolgend Pflichtenheft. Mithilfe einer Nutzwertanalyse lassen sich die Angebote der Hersteller vergleichen. So können spezielle Anforderungen des Betriebs und die Angebote der Hersteller optimal ausgewertet werden. Ein Punktesystem hilft, die gewichteten Entscheidungskriterien des zukünftigen Betreibers und die angebotenen technischen Funktionen der Maschine(n) gegenüberzustellen. Unser Bewertungs-katalog z.B. für Druckmaschinen hat umfasst 1.800 Merkmale zu Bedienung, Technologie, Preis, Service und Wartung. Hiermit bewerten wir die Angebote bis ins Detail und kommen zu einer zukunftssicheren Entscheidung.

Richtig Realisieren

 

Bei großen Projekten wie z.B. dem Neu- oder Umbau einer Druckerei ist die professionelle Realisierung entscheidend. Nach Abschluss der strategischen Planung werden Prozesse und Ausstattung geplant. Daran schließt sich die Gebäudeplanung an. Erst jetzt geht es an die Bauausführung und Inbetriebnahme, bis zur Übergabe an den Tagesbetrieb. Die unerlässliche Basis für ein reibungsloses Gelingen bildet dabei ein solides Projektmanagement, das in allen Phasen des Projektes die Fäden fest in der Hand hält und sofort agieren kann, wenn Dinge aus dem Ruder zu laufen drohen. Mit der langjährigen Projektmanagementerfahrung von Kirchner + Robrecht wird auch Ihr Projekt mit Sicherheit ein Erfolg.

Projektbeispiel "Druckereialternativen"

 

Das Ziel des Kunden

Ein regional tätiger Zeitungsverlag druckt verschiedene Ausgaben seines Blattes in der unternehmenseigenen Druckerei. Mit seinen hohen Kapazitäten, die heute so nicht mehr notwendig sind, dominiert der Verlag zwar noch den regionalen Markt, der Kostendruck nimmt jedoch stetig zu. Da die Druckmaschinen nicht mehr auf dem aktuellen Automatisierungsstand sind und einzelne elektronische Baugruppen herstellerseitig abgekündigt wurden, wurde kurz vor Projektstart ein e-Retrofit durchgeführt, allerdings ohne nennenswerten Funktionsupgrade. Eine feinere Regionalisierung und höhere Aktualität der Ausgaben ist aufgrund der langen Rüstzeiten vorhandener Maschinen und räumlichen Gegebenheiten nicht machbar. Der Kunde möchte seine Personalkosten reduzieren, die Produktionsweisen modernisieren und einen günstigeren Standort finden. 

Der Weg zum Ziel

Um die zukünftige Druckproduktion zu gewährleisten bzw. verbessern zu können, unterstützt Moritz Schwarz den Kunden bei der Prüfung folgender Produktionsalternativen:

  • Fortführung des bisherigen Standorts mit neuen Maschinen

  • Neubau auf der grüne Wiese (eigenes Betreiberpersonal, Outsourcing an Dienstleister, Mischvarianten)

  • Kooperation mit benachbarten Verlagen: gemeinsamer Neubau einer Druckerei bzw. Erweiterung der bestehenden Anlagen beim Kooperationspartner

  • Vergabe mehrerer Druckaufträge mit mittelfristiger Laufzeit an Druckereien in der Umgebung

  • Vergabe eines langfristigen Druckauftrags, der zu Investitionen bei einer weiter entfernen Druckerei geführt hätte

Der Verlag erhielt ein unabhängiges Expertengutachten mit Kostenkalkulation über den Zeitraum von zehn Jahren und eine klare Handlungsempfehlung. 

Projektbeispiel "Elektronischer Retrofit"

 

Das Ziel des Kunden

Ein renommierter regional tätiger Zeitungsverlag betreibt seit 15 Jahren eine Goss Universal 50 Druckmaschine. Die Maschine verfügt im Wesentlichen über 16 Rollenwechsler, einen Heatset-Tockner, einen UV-Trockner, 12 Drucktürme und zwei Falzapparate. Die Anlage mit Bosch Rexroth Intradrive Antrieben (DIAX 3, DIAX 4) wurde vor einigen Jahren erweitert und wird im Wesentlichen von Alan Bradley / Rockwell-Einheiten gesteuert. Eine Farbzonenvoreinstellung ist nicht vorhanden und eine Farbregisterregelung ist nur an einem Turm (Heat-set) installiert. In der Praxis wird eine vergleichsweise hohe Makulaturquote erzeugt, die besonders wegen der Verwendung von aufgebesserten/hochweißen Papiersorten kostspielig ist. Wesentliche elektronische Komponenten werden von den Lieferanten nicht mehr angeboten und sind auch nicht im Lager der Druckerei bevorratet. Einzelne Komponenten können im Ersatzteilmarkt zu teilweise stark überteuerten Preisen beschafft werden. Die Anlage hat noch keinen großen mechanischen Verschleiß, so dass ein elektronischer Retrofit und Automatisierungsupgrade ansteht.

Der Weg zum Ziel

Der Verlag beauftragte uns mit der Begutachtung mehrerer Retrofit-Angebote. Dazu ging Kirchner + Robrecht tief in die Details: Wir erarbeiteten für alle betroffen elektronischen Baugruppen eine Risikobewertung und ggf. Ersatzstrategie (Harvesting, Puzzle, Kompletttausch). Die Verfügbarkeit jedes einzelnen Bauteils prüften wir bei den ursprünglichen Lieferanten bzw. Sublieferanten sowie im Markt. Außerdem wurde die Anlagenproduktivität und -qualität verbessert. Dazu wurden Upgrade-Maßnahmen durch neue Funktionen vorgenommen (Farbvoreinstellung, automatisches Farb- und Seitenregister, closed-loop Farbdichteregelung). Die Elektronik der Druckmaschine wurde zu diesem Zweck von einem anderen Hersteller im laufenden Betrieb ausgetauscht. Gleichzeitig sorgt ein modernes Register- und Farbdichteregelsystem für bessere Qualität bei geringeren Kosten. Nach Ausschreibung und Beauftragung des Systems beauftragte uns der Verlag ebenfalls mit der Überwachung der Realisierung innerhalb eines Projektmanagement-Mandats.

 

Die Verbesserung für den Verlag

Eine neue Druckmaschine würde für den Verlag eine enorme Investition bedeuten. In finanziell unsicheren Zeiten ist ein Retrofit, also die Generalüberholung der Druckmaschinen-Elektronik mit Funktionsupgrade eine gute Alternative, gerade wenn die Mechanik noch in einem guten Zustand ist. Die bestehenden Anlagen können so noch jahrelang genutzt werden – effizienter und effektiver als zuvor. Auch die generalüberholte Anlage unseres Kunden wird produktiver arbeiten als bisher. Ihr Ausfallrisiko sinkt innerhalb der Retrofit-Maßnahmen auf den Zustand neuer Anlagen. Die Risikobewertung durch einen neutralen Experten erwies sich als sehr sinnvoll für den Verlag, da kein eigener Retrofit-Experte vorhanden ist und man sich sonst nur auf die Angaben des Herstellers verlassen müsste. Das externe Projektmanagement entlastet das vorhandene Personal, welches sich auf das Tagesgeschäft konzentiern kann.